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Mayumi, Madonnas makrobiotische Meisterköchin – aber nicht nur

Foto-Credit: Shinji Minegishi

Foto-Credit: Shinji Minegishi

Berlin, Deutschland (Spatianer). Die Kirschen blühten als Mayumi Nishimura im Frühling zu Gast war im Ula, wohl das beste japanische Restaurant von Berlin, um uns in die Makrobiotik einzuführen und so vertraut zu machen mit dieser Kunst für Körper und Geist. Präsentiert als Privatköchin der Pop-Ikone Madonna zeigt sie keine exzentrische Allüren, kommt vielmehr frisch und fröhlich daher, wirkt auf ersten Blick beinah zerbrechlich. Mit ganzer Kraft konzentriert sie sich auf das kulinarische Können und dessen Vermittlung, was ihr großartig gelingt. Ihr Ula Shojin vegetarisches Menu ist eine Offenbarung in sieben Gängen, jeweils begleitet vom dazu passenden Sake. Das Kult-Getränk eröffnet uns in seiner Premium-Qualität von Tokuri eine erstaunlich vielfältige Geschmackswelt in die wir uns (mit Hilfe eines Booklets) gleich vertiefen. Gut und gern mit Humor erläutert sie die Bedeutung der vielen Komponenten in der Speisenfolge – und wie nebenbei die Merkmale ihrer ja japanisch inspirierten makrobiotischen Küche, heute aufs Beste assistiert vom Ula-Team.

Makrobiotik ist ein ganzheitliches Konzept, da wird Wert gelegt – beispielsweise – auf gleitende Bewegungsabläufe. Hektik ist fehl am Platz. Aus ruhigem Tun erwächst Stärke. Eat slow, Körner kauen – und beim Kauf regional denken.
Für Mayumi Nishimura, in Japan geboren, ist Makrobiotik kein vegetarisches Glaubensbekenntnis weshalb Fisch wie auch Fleisch nicht völlig verpönt sind. Aber natürlich weist ihr Einkaufszettel ganz generell nur behandeltes Getreide, Gemüse sowie Produkte mit hohem Gehalt an pflanzlichem Eiweiß auf, wozu beispielsweise auch Seitan, Tempeh und Algen zählen. Gewöhnungsbedürftig für viele der Verzicht auf Früchte, Kräuter, Milchprodukte, und ohne Kaffee geht gar nicht, scheint mir. Geht doch – ohne Selbstgeißelung.
Natürlich enthält ein japanisch inspiriertes Mayumi-Menu auch Sushi. Was mundete Madonna am meisten? Avocado, erfahren wir.

Mayumi am Herd und Madonna mit Kinder und Kochlöffel daneben oder allesamt zu Tisch – zum Gruppenbild kam es offiziell nie. Sieben Jahre war sie rund um den Globus ihre Privatköchin. Geschichten aus dieser Zeit, 2001 bis 2008, gibt es viele zu erzählen. Wie Madonna makrobiotisch als mal was Neues ausprobiert, Mayumis Freundin aber nicht für Kinder kochen kann und Mayumi einspringt. Zur Probe, eine Woche. Später bewirbt sie sich auf die Stelle. Aus der Ferne sagt Madonna Yes und Mayumi fliegt zu ihr nach – Berlin. Bleibt bei der Familie, reist mit nach Sardinien und Malta, lebt lange in London. Lernt Brad Pitt kennen, er ihr Können. Stringenz und Genuss sind zu vereinen wo immer Mayumi für Madonna makrobiotisch kocht. Keine leichte Kost. Aber ihre Arbeit mit Krebspatienten vorher, auf Kuba im Labor für Impfstoffe danach wohl auch nicht.

Wenn die Kirschbäume Früchte tragen möchte sie erneut hier im Ula Berlin sein. Mit einem saisonal abgestimmten Menu wie im Mai. Sagt`s und lacht freudig.

 

Christoph Merten

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